Neue Regelungen für Kreditkarten in den USA geplant

Bloged in Wirtschaft und Politik von admin Donnerstag Juni 25, 2009

Die amerikanischen Banken mussten in der letzten Zeit enorme Kreditkartenausfälle erleiden. Grund hierfür war unter anderem die schnell steigende Arbeitslosigkeit. Die logische Konsequenz des Jobverlustes bedeutet dann überwiegend, dass die Kreditkartenschulden nicht mehr bedient werden können. Jahrelang verhalf das Kreditkartengeschäft den Banken zu immensen Gewinnen, nun könnte es zu einem Desaster führen, zumal dies zu einigem Verdruss auf Regierungsebene führt.

Denn Präsident Barack Obama möchte nun eines seiner Wahlversprechen einlösen, indem er den US-Bürgern beisteht und per Gesetz anstrebt, die vermeintliche Willkür der Finanzindustrie zu unterbinden. In einer seiner letzten Ansprachen machte er ausdrücklich klar, dass die Amerikaner für ihr Handeln selbst verantwortlich sind und deshalb auch in der Pflicht stehen, ihre Schulden zu begleichen. Allerdings machte er in der gleichen Ansprache auch deutlich, dass die Kreditkartenkunden durch plötzliche Zinssprünge, unfaire Strafen und versteckte Gebühren in den finanziellen Ruin getrieben werden.

Anders als in Deutschland sind in Amerika die „echten Kreditkarten“ weitverbreitet. Mit diesen werden Kreditvolumen gewährt, die eine Vielzahl von US-Haushalten nicht mehr bedienen können. Auch sind die US-Kreditkartenanbieter wegen ihrer Verluste nicht davon abgeneigt, Zinsforderungen rückwirkend zu erhöhen. Diese Masche soll durch das neue Gesetz ebenfalls unterbunden werden.

Zwar sicherten die Chefs der Großbanken zu, die Forderungen von Obama auszuführen, und auch die Notenbank Federal Reserve hat schon verschärfte Regeln aufgestellt, die ab Juli 2010 für die Kreditkartenanbieter bindend sein sollen, doch Barack Obama möchte noch in diesem Jahr eine umfassendere Reform, am liebsten noch diesen Monat. Zwar hat das Regelwerk die Zustimmung der großen Mehrheit im Abgeordnetenhaus sicher, den traditionell stärkeren Einfluss im Senat hat allerdings die Lobby der Wall Street, und diese will unter allen Umständen die Verabschiedung des Gesetzes verhindern. Die Prognose für Obama zeigt sich optimistisch.

Welchen Ausgang dieses Szenario nimmt, wird sich in der nächsten Zeit zeigen.



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