American Express erleidet Gewinnrückgang
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, kann sich auch die Kreditkartengesellschaft American Express der Finanzkrise nicht vollständig entziehen. Nach den soeben veröffentlichten Quartalszahlen schrumpfte der Nettogewinn um rund zehn Prozent auf 831 Millionen US-Dollar. Die Gesellschaft, welche als Pionier unter den Kreditkartenunternehmen gilt und sich durch besonders umfangreich ausgestattete Kreditkarten wie die American Express Gold Card sowie andere Premium-Karten – etwa die American Express Centurion Card – einen ausgezeichneten Ruf erworben hat, erzielte im letzten Quartal des Jahres 2007 einen Gesamtumsatz von 8,40 Billionen US-Dollar, nach 7,45 Billionen im entsprechenden Quartal des Vorjahres. Das Quartalsergebnis von 831 Mio. US-Dollar wurde dabei durch eine Rückstellung in Höhe von 438 Mio. US-Dollar belastet, welche für die Zahlungsausfälle bei Kreditkartenkunden zurückgestellt wurde. An dieser Rückstellung kann man erkennen, dass die als Hypothekenkrise bezeichnete Finanzkrise nun auch die Kreditkartengesellschaften erreicht hat, denn wer kein Geld zur Rückzahlung seiner Hausraten mehr hat, der kann auch ganz sicher seine Kreditkartenkonten nicht mehr ausgleichen. Angesichts dieses Marktumfeldes sieht der CEO von American Express, Kenneth Chenault, das Jahr 2008 auch als ein sehr schwieriges und mit einigen Unsicherheiten ob der weiteren Geschäftsentwicklung behaftetes Jahr an. Bleibt abzuwarten, ob American Express noch weitere Rückstellungen bilden muss, oder ob die 438 Mio. US-Dollar starke Rücklage ausreicht, eventuelle Zahlungsausfälle aufzufangen. Immerhin kommt American Express der Umstand zu Gute, dass ihr Klientel eher im Bereich der zahlungskräftigeren Kunden angesiedelt und die Kreditkarten nicht nur als Zahlungsmittel, sondern auch fürs Image nutzt, wie man etwa auf einem US-Blog unter „American Express Centurion: Once you go black, you never go back“ nachlesen kann.
