Stellenabbau bei American Express
Die Arbeitslosenquote in Amerika ist so hoch wie seit 26 Jahren nicht mehr. Wie die Arbeitslosen sich dort flächenmäßig verteilen, zeigt die Grafik von Zeitenwende. Folge dieser wirtschaftlichen Situation ist unter anderem, dass die US-Bürger ihre Kreditkartenschulden nicht mehr bedienen können. Im März lagen diese Kreditausfälle bei 8,8 Prozent, für April werden sie auf 10,1 Prozent geschätzt. Die Konsequenzen bei den Kreditkartenanbietern sind groß. American Express will dieses Jahr Einsparungen von bis zu 800 Millionen Dollar vornehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden in einer neuen Runde weltweit weitere 4000 Arbeitsplätze gestrichen, dies entspricht einer Belegschaftsquote von 6 Prozent. Allein der Arbeitsplatzabbau soll Einsparungen von 175 Millionen Dollar einbringen. Das Unternehmen weitet damit den Stellenabbau auf 11000 aus, denn bereits vergangenen Oktober hatte American Express den Abbau von 7000 Stellen bekannt gegeben. Mittlerweile wurde dieser von dem in New York ansässigen Unternehmen weitgehend vollzogen. Konzernchef Kenneth Chenault erklärte: „Wir bleiben mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung weiter vorsichtig und wollen daher die Kosten weiter senken“. American Express ist in 130 Ländern weltweit vertreten.
Im ersten Quartal 2009 verbuchte der Kreditkartenanbieter eine drastische Reduzierung des Netto-Gewinns um 56 Prozent. Trotzdem hatte die US-Regierung bei ihren Stresstests bestätigt, dass American Express über genügend Geldmittel verfügt, um im Falle einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation zur Kreditvergabe in der Lage zu sein. Eine Aufstockung ihrer Kapitaldecke ist also nicht notwendig. Zu den gleichen Ergebnissen kam die Regierung bei den Finanzinstituten J.P Morgan Chase & Co. und Bank of New York Mellon Corp. American Express will ebenfalls die aus dem Bankenrettungspaket erhaltenen 3,4 Milliarden Dollar schnellstmöglich zurückzahlen.
