40 Mio. Kreditkartennummern in den USA gestohlen

Bloged in News von admin Samstag August 9, 2008

Das Internet scheint auch für immer mehr dubiose Geschäftemacher eine lukrative Spielwiese zu sein. Erst in dieser Woche hat ein Gericht in Boston (USA) elf Hacker angeklagt, die insgesamt rund 40 Millionen Kreditkartennummern gestohlen und weiterverkauft hatten. An die Nummern gelangten die Hacker, indem Sie Geschäfte abgehört und die Nummern notiert hatten. Laut Auskunft der Justizbehörden ist dies der größte Fall von so genanntem Identitätsdiebstahl, der je in den USA aufgedeckt wurde.

Deutsche Verbraucher sind von diesem Fall nicht betroffen, allerdings versuchen Betrüger auch hierzulande immer dreister, an Daten zu Kreditkarten oder dem Girokonto zu gelangen. Aus diesem Grund ist es auch immer wichtiger, sorgfältig mit seiner Kreditkarte sowie den Zugangsdaten bzw. PIN/TAN umzugehen, wie auch unser Ratgeber zu Sorgfaltspflichten beim Umgang mit Kreditkarten beschreibt.

Im eingangs beschriebenen Fall gingen die Angeklagten immer nach demselben Schema vor: sie fuhren in Autos durch die Gegend und suchten – mit Laptop und spezieller Software ausgestattet – nach ungesicherten Funknetzwerken. Fanden sie ein solches ungesichertes Netzwerk, schleusten sie ein Programm ein, welches die Kreditkartentransaktionen abfing du an die Bande weiterleitete.

Durch diese Vorgehensweise gelangten sie nicht nur an die besagten 40 Mio. Kreditkartennummern, sondern auch an eine Vielzahl der dazugehörenden Geheimnummern oder dem so genannten CVC-Code, welcher auf der Rückseite einer jeden Kreditkarte zu finden ist.

Interessant ist, dass einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ vom 7.August 2008 zufolge, im Internet rege mit derartigen Informationen gehandelt wird. So sind laut der Zeitung unter Berufung auf Untersuchungen des Sicherheitsunternehmens Symantec Kreditkartendaten im Netz bereits ab 0,40 US-Dollar zu haben. Eine ganze Karte mit Zugangsdaten kostet um die 20 Dollar, immer abhängig davon, wie hoch das auf der Karte befindliche Guthaben ist. Selbst Mengenrabatte gibt es. Und nicht nur Kreditkartendaten werden rege gehandelt, auch Zugangsdaten zu Girokonten oder elektronischen Postfächern sind käuflich zu erwerben.

Der aktuelle Fall betrifft zwar nur die USA, kann aber jederzeit auch hierzulande auftreten. Verbraucher sollten daher in regelmäßigen Abständen Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen prüfen und bei Unregelmäßigkeiten ihre Bank kontaktieren bzw. ihre Kreditkarte sperren.



One Response to “40 Mio. Kreditkartennummern in den USA gestohlen”

  1. Der Datenklau und der Reibach der Datenhändler…

    Bußgelder bringen bei einer bestimmten Sorte von Verbrechern schon lange nichts mehr. Das ist hinlänglich bekannt und wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Ein kleines Bußgeld gegen einen großen Reibach, wer würde di…

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