Kunden der KarstadtQuelle nach Datenpanne Bank verunsichert

Bloged in News von admin Donnerstag Oktober 29, 2009

Ein Teil der Kunden der KarstadtQuelle Bank wurde vergangene Woche in einem Schreiben dazu aufgefordert, unverzüglich ihre MasterCard Kreditkarten sperren zu lassen. Grund für diese drastischen Maßnahmen war, dass Unbefugte an Kreditkartennummern der Karstadt MasterCard gekommen sein sollen. Dies bestätigte die KarstadtQuelle Bank und fügte hinzu, dass es sich bei den Kartensperrungen um reine Vorsichtsmaßnahmen handelt.

Nach dieser Aufforderung zum Kreditkarte sperren herrschte bei vielen Bankkunden Verunsicherung. Innerhalb kürzester Zeit war die Hotline der KarstadtQuelle Bank überlastet, wie auch der Blogbetreiber von http://www.dynamicdrive.de/ zu spüren bekam. Daraufhin wendeten Sie viele Kunden an die die Verbraucherzentralen.

In einem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AP vorliegt, erklärt die Bank: „Unser internes Warnsystem hat uns gemeldet, dass Unbefugte Kenntnis über ihre Kreditkartennummer erhalten haben könnten.“ In einer Stellungnahme wies sie aber explizit darauf hin, dass es sich um reine Präventivmaßnahmen handelt und es zu keinem Zeitpunkt illegale Zugriffe auf Kundendaten in den Datenbanken der KarstadtQuelle Bank gab.

Bei der KarstadtQuelle Bank handelt es sich um einen der größten Herausgeber von MasterCard-Kreditkarten. So zum Beispiel bieten Sie die „Prepaid MasterCard Swing„, die „KaDeWe Solitaire MasterCard„ oder die „Karstadt MasterCard Kreditkarte„ an. Dem obigen Vorfall bei der KarstadtQuelle Bank gingen in der vergangenen Woche bereits zwei Datenskandale voraus. Zum einen wurden Daten beim sozialen Netzwerk SchülerVZ aus einer Vielzahl von Nutzerprofilen kopiert und weiteren Personen zur Verfügung gestellt, zum anderen wurde auch beim Finanzdienstleister AWD ein undichtes Datennetz entdeckt.

(Quelle: Spiegel-Online, 19.10.2009)

Die im Jahr 1990 gegründete KarstadtQuelle Bank gehört seit April 2009 nicht mehr zum mittlerweile insolventen Arcandor-Konzern, sondern ist eine hundertprozentige Tochter der Essener Valvois Bank und Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Somit ist die KarstadtQuelle Bank „rechtlich und finanziell unabhängig“ von Arcandor (aspect-online.de berichtete bereits Anfang Juni 2009 darüber).



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