Milliarden für britische Banken
Wie der Finanzminister Alistair Darling in London sagte, unterstützt die britische Regierung das hiesige Bankensystem mit einer Finanzspritze in Höhe von 50 Milliarden Pfund (65 Milliarden Euro). Gestützt werden dabei zunächst acht große Banken. Im Ausgleich erhält die Regierung Vorzugsaktien dieser Finanzinstitute.
Wie auch unter gi24-News nachzulesen ist, will die Zentralbank zusätzlich weitere 200 Milliarden Pfund (258 Millionen Euro) für die Liquidität der Banken in den Umlauf bringen. Sollten all diese Bemühungen keine Wirkung zeigen, dann will die Regierung weitere 25 Milliarden Pfund zur Verfügung stellen.
Online-kredit-index.de schrieb hierzu, dass die Finanzspritze der Regierung ein wesentlicher Teil zur Stabilisierung der Finanzmärkte darstellt.
Premierminister Gordon Brown betont aber zur gleichen Zeit den Unterschied zu den Rettungsmaßnahmen in den USA. Sie wollen keine Kredite aufkaufen wie es die US-Regierung tat. Brown sieht die Finanzspritze als Investition, da die Regierung Vorzugsaktien der gestützten Finanzunternehmen kauft und zusätzlich dabei die Interessen des britischen Steuerzahlers vertritt. „Es ist die richtige Entscheidung für Großbritannien“, so der Premierminister heute.
Zu den Nutznießern der Finanzspritze in Großbritannien zählen die Banken: Royal Bank of Scotland, HSBC, HBOS, Lloyds TSB, Abbey, Nationwide Building Society, Standard Chartered und Barclays. Noch am Dienstag hatten die Aktien der Royal Bank of Scotland einen Verlust von 39 Prozent und die Aktie der HBOS einen Verlust von 42 Prozent zu vermelden. Als jedoch der Rettungsplan für die Banken bekannt wurde, erholten sich die Aktien der Banken wieder.
Zudem gab es Andeutungen seitens der britischen Regierung, wonach sie das Verhalten der Banken stärker kontrollieren wolle. Im Konkreten wollen sie die Dividenden-Politik und die Bezahlung der Manager unter die Lupe nehmen. Des Weiteren fordert die Regierung Großbritanniens, dass der Kreditfluss an kleine Unternehmen und Immobilienkäufer aufrecht gehalten wird.
Außerdem bemüht sich die britische Regierung um eine europäische Lösung der Finanzprobleme. Vorschläge wurden schon der europäischen Regierung unterbreitet.
In wieweit sich die Finanzkrise sich auf das Geschäft mit Kreditkarten auswirkt, bleibt abzuwarten, denn wie oben zu lesen ist, wurden auch Barclays von der britischen Regierung gestützt.

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